BMI-Rechner

BMI-Rechner: Body-Mass-Index berechnen und Gewicht einordnen

Der Rechner zeigt aus Größe und Gewicht Ihren BMI, die Gewichtsklasse nach WHO und wie viele Kilogramm Sie vom Normalbereich trennen. Das Ergebnis erscheint sofort beim Tippen. Mit Alter und Geschlecht kommen die Einordnung nach DGE und der altersbezogene Richtwert hinzu; die weiteren Reiter berechnen Körperfettanteil und Bauchfett, das Idealgewicht nach sieben Formeln sowie Kalorienbedarf und Dauer bis zum Zielgewicht.

cm
kg
Jahre
Geschlecht
Ihr BMI24,2kg/m²Normalgewicht
Normalgewicht bei 170 cm53,5–72,0kgBMI 18,5 bis 24,9
Abstand zum Normalbereich0kgim Normalbereich

Ihr Gewicht liegt im Normalbereich für Ihre Größe.

Ihre Angaben werden nur im Browser berechnet und nicht gespeichert.

Gewicht und Größe richtig messen: Bedingungen für einen genauen BMI

Das Gewicht schwankt im Tagesverlauf um 1 bis 2 kg, die Körpergröße ist abends rund einen Zentimeter geringer als morgens. Bei 1,75 m verschiebt schon ein Kilogramm den BMI um 0,3. Wer immer unter denselben Bedingungen misst, kann Werte über Wochen vergleichen.

  1. Morgens nach dem Toilettengang und vor dem Frühstück wiegen, unbekleidet oder in Unterwäsche, immer auf derselben Waage auf hartem Boden.
  2. Größe ohne Schuhe messen: Rücken und Fersen an eine Wand, Blick geradeaus, ein Buch waagerecht auf den Scheitel legen und die Unterkante markieren.
  3. Taillenumfang im Stehen messen: Maßband waagerecht in der Mitte zwischen unterster Rippe und oberem Beckenkamm anlegen, leicht ausatmen, Bauch nicht einziehen.
  4. Hüftumfang mit geschlossenen Füßen an der breitesten Stelle über dem Gesäß messen, das Maßband liegt dabei waagerecht und ohne Zug an.

Der Rechner nimmt Größe auch in Metern an: 1,72 wird automatisch als 172 cm gelesen. Dezimalstellen dürfen mit Komma oder Punkt eingegeben werden.

BMI selbst berechnen: Formel und Rechenbeispiel

Der BMI teilt das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Die Formel ist für Frauen, Männer und ältere Menschen gleich; unterschiedlich ist nur die Bewertung.

BMI = Gewicht (kg) ÷ Größe (m)²

  1. Größe in Meter umrechnen: 180 cm sind 1,80 m.
  2. Größe mit sich selbst malnehmen: 1,80 × 1,80 = 3,24.
  3. Gewicht durch diesen Wert teilen: 85 kg ÷ 3,24 = 26,23.
  4. Auf eine Nachkommastelle runden: BMI 26,2, also Übergewicht.

Umgekehrt ergibt BMI × Größe² das Gewicht für einen bestimmten BMI. Bei 1,80 m liegt die Obergrenze des Normalbereichs bei 24,9 × 3,24 = 80,7 kg; die Person aus dem Beispiel liegt 4,3 kg darüber.

Für die Einordnung zählt der gerundete Wert. 24,95 wird zu 25,0 und fällt damit bereits in die Klasse Übergewicht.

BMI-Tabellen: Einteilung nach WHO, DGE und Alter

Die WHO-Klassen gelten für Frauen und Männer gleich und sind der Maßstab des Rechners. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung unterscheidet nach Geschlecht, die Tabelle des US National Research Council nach Alter; beide zeigt der Rechner als zusätzliche Zeile.

WHO-Gewichtsklassen

GewichtsklasseBMI in kg/m²
Starkes Untergewichtunter 16,0
Mäßiges Untergewicht16,0 bis 16,9
Leichtes Untergewicht17,0 bis 18,4
Normalgewicht18,5 bis 24,9
Übergewicht (Präadipositas)25,0 bis 29,9
Adipositas Grad I30,0 bis 34,9
Adipositas Grad II35,0 bis 39,9
Adipositas Grad IIIab 40,0

„Übergewicht“ meint je nach Quelle nur den Bereich 25 bis 29,9 oder alle Werte ab 25 einschließlich Adipositas. Für Menschen süd- und ostasiatischer Herkunft nennt die WHO zusätzliche Handlungsgrenzen bei 23 und 27,5.

DGE-Einteilung nach Geschlecht

Männer haben im Schnitt mehr Muskelmasse, Frauen bei gleichem BMI mehr Körperfett. Deshalb liegen die Grenzen für Unter- und Normalgewicht bei Männern einen Punkt höher. Ab einem BMI von 30 gelten für beide Geschlechter dieselben Adipositas-Grade.

GewichtsklasseMännerFrauen
Untergewichtunter 20unter 19
Normalgewicht20 bis 24,919 bis 23,9
Übergewicht25 bis 29,924 bis 29,9
Adipositasab 30ab 30

Wünschenswerter BMI nach Alter (NRC)

Der BMI mit der geringsten Sterblichkeit steigt mit dem Alter, weil Muskelmasse schwindet und kleine Reserven bei Krankheiten schützen. Die Tabelle von 1989 verschiebt den empfohlenen Bereich deshalb je Lebensjahrzehnt um einen Punkt nach oben.

AlterWünschenswerter BMI
19 bis 24 Jahre19 bis 24
25 bis 34 Jahre20 bis 25
35 bis 44 Jahre21 bis 26
45 bis 54 Jahre22 bis 27
55 bis 64 Jahre23 bis 28
ab 65 Jahre24 bis 29

Normalgewicht nach Körpergröße: Gewichtsbereiche in Kilogramm

Die Tabelle rechnet die WHO-Grenzen in Kilogramm um. Sie zeigt ohne Rechnen, ab welchem Gewicht bei Ihrer Größe Übergewicht oder Adipositas beginnt. Für Zwischengrößen gibt der Rechner oben den exakten Bereich aus.

GrößeUntergewicht unterNormalgewichtÜbergewicht abAdipositas ab
150 cm41,6 kg41,6 bis 56,0 kg56,3 kg67,5 kg
155 cm44,4 kg44,4 bis 59,8 kg60,1 kg72,1 kg
160 cm47,4 kg47,4 bis 63,7 kg64,0 kg76,8 kg
165 cm50,4 kg50,4 bis 67,8 kg68,1 kg81,7 kg
170 cm53,5 kg53,5 bis 72,0 kg72,2 kg86,7 kg
175 cm56,7 kg56,7 bis 76,3 kg76,6 kg91,9 kg
180 cm59,9 kg59,9 bis 80,7 kg81,0 kg97,2 kg
185 cm63,3 kg63,3 bis 85,2 kg85,6 kg102,7 kg
190 cm66,8 kg66,8 bis 89,9 kg90,3 kg108,3 kg
195 cm70,3 kg70,3 bis 94,7 kg95,1 kg114,1 kg
200 cm74,0 kg74,0 bis 99,6 kg100,0 kg120,0 kg

Was Ihr Ergebnis bedeutet und welcher Schritt jetzt sinnvoll ist

Der BMI ist ein erster Hinweis, keine Diagnose. Liegt er außerhalb des Normalbereichs, lohnt sich mindestens ein Gespräch in der Hausarztpraxis. Dort lässt sich klären, ob Blutdruck, Blutzucker oder Blutfette auffällig sind und ob Sie etwas ändern sollten.

Untergewicht: Ursachen abklären und Essstörungen ernst nehmen

Ein BMI unter 18,5 kann konstitutionell sein, also eine Veranlagung zu schlankem Körperbau bei stabilem Gewicht und guter Leistungsfähigkeit. Er kann aber auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Darmerkrankung, ein Tumorleiden, Medikamente oder eine Essstörung hinweisen.

  • Langfristige Folgen sind Konzentrationsschwäche, Knochenschwund, Infektanfälligkeit, Muskelabbau, Ausbleiben der Regel und Unfruchtbarkeit.
  • Ungewollter Gewichtsverlust, ein BMI unter 17 oder ab 70 Jahren ein BMI unter 22 gehören ärztlich abgeklärt.
  • Kreisen die Gedanken ständig ums Essen oder ums Gewicht, helfen Hausarztpraxis, Psychotherapie und Beratungsstellen für Essstörungen.
  • Zunehmen gelingt am gesündesten mit 300 bis 500 kcal Überschuss pro Tag und Krafttraining, damit nicht nur Fett, sondern auch Muskulatur entsteht.

Normalgewicht: Gewicht halten und Taille im Blick behalten

Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 ist ein guter Ausgangspunkt, aber kein Nachweis von Gesundheit. Liegt Ihr Taillenumfang über 80 cm (Frauen) bzw. 94 cm (Männer), kann Bauchfett das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen trotzdem erhöhen. Tragen Sie die Taille im Reiter „Körperfett & Bauch“ ein und prüfen Sie Ihr Gewicht alle paar Monate. Eine Zunahme von mehr als 2 bis 3 kg pro Jahr ist ein frühes Signal, gegenzusteuern.

Übergewicht: Risiko mit Taillenumfang und Vorerkrankungen prüfen

Ein BMI von 25 bis 29,9 verkürzt in Studien für sich allein die Lebenserwartung kaum. Bedeutsam wird er zusammen mit Bauchfett, Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Blutfetten oder Rauchen. Ein unauffälliger Taillenumfang spricht dafür, dass das Mehrgewicht wenig belastet.

  • Mit steigendem BMI wächst das Risiko für Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten, Arthrose, Gallensteine, Fettleber, Schlafapnoe und einige Krebsarten.
  • Schon 5 bis 10 % weniger Gewicht senken Blutdruck und Blutzucker messbar; ein Defizit von etwa 500 kcal pro Tag entspricht rund 0,5 kg pro Woche.
  • Ab etwa 65 Jahren wird bei leichtem Übergewicht eher geraten, das Gewicht zu halten oder nur wenig zu senken; kleine Reserven helfen, Krankheiten zu überstehen.

Adipositas: Gesundheitsrisiken ärztlich abklären lassen

Ab einem BMI von 30 spricht die WHO von Adipositas, die als behandlungsbedürftige chronische Erkrankung gilt. Anders als leichtes Übergewicht wirkt sie sich nachweislich auf Gesundheit und Lebenserwartung aus, und das Risiko steigt mit jedem Grad. Ein Termin in der Hausarztpraxis klärt, ob bereits Folgen bestehen.

  • Grad I (30 bis 34,9) erhöht vor allem das Risiko für Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Fettleber.
  • Ab Grad II (ab 35) kommen häufiger Schlafapnoe, Herzschwäche, Vorhofflimmern und Gelenkverschleiß an Knie und Hüfte hinzu.
  • Bei der Untersuchung werden typischerweise Blutdruck, Nüchternblutzucker oder HbA1c, Blutfette und Leberwerte bestimmt.
  • Die Behandlung beginnt mit Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung. Medikamente kommen ab BMI 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankungen in Frage, eine Operation ab BMI 40 oder ab 35 mit Begleiterkrankungen.
  • Auch bei Adipositas zählt das Gesamtbild: Wer fit ist und unauffällige Werte hat, trägt ein geringeres Risiko als jemand mit gleichem BMI und Bauchfett.

Taillenumfang, WHtR und Taille-Hüft-Verhältnis: Grenzwerte zur Fettverteilung

Fett im Bauchraum wirkt stärker auf den Stoffwechsel als Fett an Hüfte und Oberschenkeln. Diese Maße zeigen, was der BMI nicht erfasst; der Rechner wertet sie im Reiter „Körperfett & Bauch“ aus. Die WHtR teilt die Taille durch die Körpergröße und gilt für beide Geschlechter: Die Taille sollte weniger als halb so groß sein wie die Körpergröße.

MaßFrauenMänner
Taillenumfang, erhöhtes Risikoab 80 cmab 94 cm
Taillenumfang, deutlich erhöhtab 88 cmab 102 cm
WHtR unter 50 Jahrenunter 0,5unter 0,5
WHtR ab 50 Jahrenunter 0,6unter 0,6
Taille-Hüft-Verhältnis ungünstigab 0,85ab 0,90

Messanleitung, Body Roundness Index und Tabellen nach Körpergröße stehen unter Taillenumfang, WHtR und Taille-Hüft-Verhältnis berechnen. Den Fettanteil selbst schätzen Sie mit Maßband oder Waage unter Körperfettanteil berechnen.

Grenzen des BMI: Muskeln, Alter, Körperbau und Herkunft

Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln, Knochen und Fett und sagt nichts darüber, wo das Fett sitzt. Die Lancet-Kommission zur Adipositas empfiehlt deshalb seit 2025, einen erhöhten BMI durch ein zweites Maß wie den Taillenumfang zu bestätigen. In diesen Fällen führt der BMI besonders leicht in die Irre:

  • Kraftsportler erreichen mit wenig Körperfett einen BMI von 26 bis 29, Ausdauersportler liegen oft bei 20 bis 21.
  • Ältere Menschen verlieren Muskelmasse; der BMI unterschätzt bei ihnen den Fettanteil.
  • Wenig trainierte Menschen können mit normalem BMI einen hohen Fettanteil tragen.
  • Bei sehr großen Menschen fällt der BMI tendenziell zu hoch, bei sehr kleinen zu niedrig aus, weil das Gewicht nicht genau mit dem Quadrat der Größe wächst.
  • Bei Menschen aus Süd- und Ostasien liegt das Risiko schon bei niedrigerem BMI höher. Bei Menschen afrikanischer Herkunft überschätzt der BMI den Fettanteil eher.
  • Nach Amputationen und bei Querschnittlähmung verschiebt sich das Verhältnis von Gewicht und Fett; für Querschnittgelähmte wurde eine Adipositas-Grenze von 22 vorgeschlagen.

BMI erneut prüfen: wann eine neue Messung aussagekräftig ist

  • Messen Sie immer zur gleichen Tageszeit, auf derselben Waage und mit derselben Kleidung.
  • Einzelne Tage sagen wenig: Wasser, Salz, Mahlzeiten und der Zyklus verschieben das Gewicht um 1 bis 2 kg.
  • Aussagekräftig ist der Trend über drei bis vier Wochen, etwa als Wochenmittel aus mehreren Messungen.
  • Bei einer Gewichtsabnahme lohnt sich der Blick auf den Taillenumfang, weil er Fettverlust oft früher zeigt als die Waage.
  • Notieren Sie Datum, Gewicht und Taille selbst; der Rechner speichert keine früheren Ergebnisse.

BMI-Verteilung in Deutschland: Anteile nach Gewichtsklasse und Geschlecht

Laut Mikrozensus 2021 haben 53 % der Menschen in Deutschland einen BMI ab 25, 1999 waren es 48 %. Männer liegen deutlich häufiger im Bereich Übergewicht, Frauen häufiger im Normalbereich, Untergewicht betrifft fast nur Frauen.

Mikrozensus 2021
BMIGesamtMännerFrauen
unter 18,52,0 %0,7 %3,4 %
18,5 bis 24,945,3 %37,0 %54,1 %
25 bis 29,935,9 %43,7 %27,7 %
ab 3016,8 %18,7 %14,8 %

Häufige Fragen zum Body-Mass-Index

Welcher BMI ist ideal?

Ein BMI von 18,5 bis 24,9 gilt als Normalgewicht. In großen Studien mit Nichtrauchern ohne Vorerkrankungen war die Sterblichkeit bei 20 bis 25 am geringsten. Einzelwerte nach Broca, Lorentz oder Creff vergleicht die Seite Idealgewicht berechnen.

Gilt der BMI für Männer, Frauen und Ältere gleich?

Die Formel und die WHO-Klassen sind für alle gleich, die Bewertung kann sich unterscheiden. Die DGE setzt das Normalgewicht für Frauen bei 19 bis 23,9 und für Männer bei 20 bis 24,9 an; ab 65 Jahren gilt nach der NRC-Tabelle ein BMI von 24 bis 29 als wünschenswert. Im Alter ist Untergewicht riskanter: Ein BMI unter 20, ab 70 Jahren unter 22, gilt als Warnzeichen für Mangelernährung.

Warum zeigt der BMI bei Sportlern Übergewicht an?

Weil er Muskeln nicht von Fett unterscheidet. Muskeln sind dichter als Fett, wer viel trainiert, erreicht deshalb einen BMI über 25 ohne zu viel Körperfett. Aussagekräftiger sind Taillenumfang, Körperfettanteil und FFMI.

Warum gilt ein BMI von 24,95 schon als Übergewicht?

Weil der BMI erst auf eine Nachkommastelle gerundet und dann eingeordnet wird. 24,95 ergibt gerundet 25,0 und liegt damit an der Untergrenze der Klasse Übergewicht.

Welche Rolle spielt der BMI bei der Verbeamtung?

Er fließt in die amtsärztliche Untersuchung ein, reicht aber allein nicht für eine Ablehnung. Seit Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts von 2013 muss überwiegend wahrscheinlich sein, dass die Person vor der Altersgrenze dienstunfähig wird. In der Praxis gilt ein BMI über 35 dennoch als kritisch.

Gibt es einen Mindest-BMI für Models?

Ja, in einigen Ländern. Frankreich und Spanien verlangen von professionellen Models einen BMI von mindestens 18, Israel und Italien von 18,5, jeweils ärztlich bestätigt.

Wer hat den BMI erfunden?

Der belgische Mathematiker Adolphe Quetelet entwickelte die Formel 1832. Den Namen Body-Mass-Index prägte Ancel Keys 1972; er empfahl ihn für Vergleiche von Bevölkerungsgruppen, nicht für die Beurteilung einzelner Personen.

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